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10 wichtige Regeln beim Forex & CFD Trading

10 wichtige Regeln für den Forex und CFD Handel

10 Regeln für Forex und CFDsDer Devisenhandel eröffnet zwar nahezu jedem spekulativ eingestellten Anleger die Möglichkeit, in kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen. Auf der anderen Seite ist er aber auch mit einem erheblichen Risiko behaftet, denn innerhalb kurzer Zeit kann es ebenfalls zu einem Totalverlust kommen. Daher ist es sehr wichtig, dass alle Akteure am Markt zumindest die wichtigsten Grundlagen und Regeln kennen, die es beim Handel mit Devisen zu beachten gibt. Darüber hinaus ist es natürlich sinnvoll, sich ausführlich zu informieren und dabei Ratschläge anzunehmen sowie zu beherzigen, die oftmals von Profis gegeben werden. Wir möchten im folgenden Ratgeber die zehn wichtigsten Regeln nennen, die Sie im Zusammenhang mit dem Forex-Trading beachten sollten.

Inhalt:

  1. Spekulation
  2. Forex & CFD Broker
  3. Demo & Livetrading
  4. Informationen
  5. Währungspaare
  6. vorübergehende Verluste
  7. Risikomanagement
  8. Verluste akzeptieren
  9. Selbstanalyse
  10. Gewinne mitnehmen

Regel 1: Spekulativen Charakter beim Forex-Trading unbedingt beachten

Ein grober Fehler besteht beim Forex-Trading darin, dass zahlreiche Neulinge meinen, sie könnten in kurzer Zeit schnelles Geld mit dem Devisenhandel verdienen. Natürlich ist dies grundsätzlich möglich, aber in den meisten Fällen handeln gerade Anfänger vorschnell und erleiden so zu Beginn größere Verluste. Daher besteht eine wichtige Regel im Zusammenhang mit dem Forex-Trading darin, den hochspekulativen Charakter des Devisenhandels zu beachten. Daraus folgt unter anderem, dass man nur einen geringen Anteil seines Gesamtvermögens bzw. Kapitals, welches man grundsätzlich investieren möchte, zum Handel mit Fremdwährungspaaren nutzen. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt natürlich stets von der individuellen Situation und den Bedürfnissen des Traders ab. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass es nicht mehr als zehn bis 15 Prozent des Gesamtvermögens sein sollten, die in den Devisenhandel fließen. Die goldene Regel lautet in dem Zusammenhang ferner, dass für den Devisenhandel angedachte Kapital niemals auf nur eine Position zu setzen, sondern zu diversifizieren. Somit sollte das fürs Forex-Trading einkalkulierte Geld mindestens auf fünf bis acht unterschiedliche Positionen, also Währungspaare, verteilt werden.

Regel 2: Suchen Sie den für Sie besten Forex-Broker

richtigen Forex und CFD Broker findenMittlerweile sind es insgesamt über 50 Forex-Broker, die den Zugang zum Handel ermöglichen und somit die Chance bieten, auf die Entwicklung von Devisenkursen zu spekulieren. Viele Anleger lassen sich leider schnell von der Werbung beeinflussen und entscheiden sich für einen Forex Broker, ohne die Chance genutzt zu haben, die Anbieter zu vergleichen. Dabei gibt es zahlreiche Punkte, in denen sich die Broker voneinander unterscheiden, wie zum Beispiel:

  • Handelsplattform
  • Kundenservice
  • Wissens- und Informationsbereich
  • Konditionen
  • Bonu
  • Demokonto
  • Anzahl der Währungspaare
  • Marktzugänge

Aus diesem Grund und vor allem wegen der zum Teil deutliche Unterschiede lautet eine zweite Regel, sich definitiv Zeit zu nehmen, um die Forex Broker ausführlich miteinander zu vergleichen. Nur so ist es möglich, denjenigen Forex-Broker ausfindig zu machen, der am besten zu den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen passt.

Regel 3: Erst trainieren, dann real handeln

Demokonto trainierenEine weitere Grundregel besteht im Zusammenhang mit dem Forex-Trading darin, dass Anfänger unbedingt die Möglichkeit nutzen sollten, die heutzutage jeder Broker mit dem Demokonto zur Verfügung stellt. Das Demokonto ist die optimale Gelegenheit, sich mit dem Devisenhandel vertraut zu machen und auch die Trading-Plattform unter die Lupe zu nehmen. Diese Regel sollten Sie unbedingt beachten, insbesondere dann, wenn Sie zuvor noch nie mit Devisen gehandelt haben oder die Trading-Plattform nicht kennen, weil Sie vielleicht zuvor bei einem anderen CFD-Broker Ihr Konto haben führen lassen, dieser jedoch eine andere Handelsplattform zur Verfügung gestellt hat.

Falls Sie sich für die Nutzung des Demokontos entscheiden, sollten Sie vor allem die folgenden Punkte beachten und Aktionen durchführen:

  • mehrere Designs der Trading-Plattform ausprobieren
  • virtuelle Handelsaufträge durchführen
  • Chart-Varianten ausprobieren
  • Tools und Zusatzfunktionen testen
  • Kontoverwaltung durch vorherige Aufträge simulieren

Regel 4: Vor dem ersten Handelsauftrag umfangreich informieren

Forex Informationen einholehnEine wichtige Grundlage für den später erfolgreichen Handel mit Devisen besteht darin, sich im Thema auszukennen. Von seiner Grundstruktur ist das Forex-Trading zwar einfach, da Sie lediglich auf das Steigen oder Fallen eines Devisenkurses spekulieren. Dennoch gibt es zum Beispiel zahlreiche Fachbegriffe, mit denen Sie beim Handel täglich konfrontiert werden, deren Bedeutung Sie kennen sollten. Diese Begriffe sind zwar schnell zu erlernen, aber natürlich besteht der Devisenhandel noch aus vielen mehr Aktivitäten und Hintergrundinformationen. So lautet eine Regel beispielsweise, dass Sie sich zunächst umfangreich informieren und vor allem Strategien ausprobieren und kennen sollten, bevor Sie tatsächlich den ersten Handelsauftrag erteilen. Daher sollten Sie sich beispielsweise mit den folgenden Situationen und Mechanismen betraut machen:

  • Anwendung von Handelsstrategien
  • Erkennen von Handelssignalen
  • optimales Nutzen der Tools und Informationen auf der Handelsplattform
  • Auswirkung von Chart-Bewegungen kennen
  • eigenes Handeln analysieren
  • Money-Management und Risk-Management nutzen

Regel 5: Nicht mit exotischen Währungen beginnen

Währungspaare ForexWie in jedem Handelsbereich ist es auch beim Forex-Trading so, dass Anfänger zunächst einmal Erfahrungen sammeln müssen, um ihre eigenen Handelsaktivitäten zu optimieren. Daher sind sich nahezu alle Experten darüber einig, dass Neulinge auf keinen Fall mit sogenannten exotischen Währungen beginnen sollten. Der wesentliche Grund besteht darin, dass das Risiko schneller Kursbewegungen und somit die Unberechenbarkeit des Devisenkurses erheblich höher als bei den Standardwährungen ist. Daher lautet eine wichtige Regel beim Forex-Trading, zunächst mit dem Handel von Standardwährungen zu beginnen, zu denen insbesondere die folgenden fünf gehören:

  • Euro - EUR
  • US-Dollar - USD
  • britisches Pfund - GBP
  • Schweizer Franken - CHF
  • japanischer Yen - JPY

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Währungspaare, die ebenfalls noch nicht zu den exotischen Devisen gezählt werden und eine Art Mittelweg zwischen Standardwährungen und exotischen Währungen sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um dänische, schwedische und norwegische Kronen, russische Rubel und um einige Währungen aus dem asiatischen Raum.

Regel 6: Bei vorübergehenden Verlusten nicht vorschnell verkaufen

Nicht vorschnell verkaufenEine ganz wichtige Regel, die nicht nur beim Forex-Trading zur Anwendung gelangt, sondern beispielsweise ebenfalls beim Handel mit binären Optionen, CFDs, Aktien oder anderen Wertpapieren, lautet, bei vorübergehenden Verlusten nicht in Panik zu geraten und die offene Position zu schnell zu schließen. Einzige Ausnahme ist es, wenn Sie sich für ein Finanzprodukt entschieden haben, bei dem ein Fälligkeitsdatum existiert, wie es zum Beispiel bei Optionsscheinen oder Futures der Fall ist. Beim Devisenhandel gilt jedoch, dass zwischenzeitliche Verluste, die durch nicht gewünschte Kursveränderungen entstehen, bis zu einem gewissen Grad „ausgesessen“ werden sollten. Oftmals geraten Trader nämlich zu schnell in Panik, stellen die offene Position glatt und ärgern sich anschließend darüber, dass es sich tatsächlich nur um eine vorübergehend negative Kursentwicklung gehandelt hat und vielleicht schon einige Stunden später ein Gewinn entstanden wäre. Überleitend kommen wir damit zu einer weiteren Regel, nämlich die Methoden zu nutzen, die es beim Forex-Broker zur Verlustabsicherung gibt.

Regel 7: Stop-Loss Order und weitere Maßnahmen zur Risikominimierung

Stop Loss Orders nutzenEine der wichtigsten Regeln beim Forex-Trading besteht darin, mögliche Verluste von vornherein zu begrenzen. So sollten Sie beispielsweise insbesondere bei exotischen Währungen niemals eine unlimitierte Order erteilen, denn dann kann es passieren, dass Sie die Währung beispielsweise zu einem viel höheren Kurs kaufen, als Sie eigentlich gedacht hatten. Genauso wichtig oder vielleicht sogar noch wichtiger ist es allerdings, direkt beim Erteilen der Kauf- bzw. Verkaufsorder oder zumindest kurze Zeit später eines Stop-Loss Order zu generieren. Diese Order sorgt dafür, dass Verluste auf ein Niveau begrenzt werden, welches Sie selbst festlegen.

Möchten Sie bei einer Devisenposition also beispielsweise maximal einen Verlust von 20 Prozent erleiden, könnte eines Stop-Loss Order wie im folgenden Beispiel aussehen:

Handelsaktivität: Kauf US-Dollar
Kurs beim Kauf: 1,0569 Dollar je Euro
maximal geduldeter Verlust: 20 Prozent
Stopp-Kurs: 1,2682 Dollar


In diesem Fall geben Sie mittels Stop-Loss Order also vor, dass ein automatischer Verkauf des Dollars erfolgt, falls der Kurs auf 1,2682 Dollar je Euro fällt. Somit haben Sie gewährleistet, dass Sie mit dieser offenen Position einen maximalen Verlust von 20 Prozent erleiden können. Hätten Sie diese Order mit einem Stop-Loss nicht an den Markt gegeben, wären vielleicht deutlich höhere Verluste entstanden.

Neben der Stop-Loss Order gibt es noch einige weitere Maßnahmen zur Risikominimierung, wie zum Beispiel automatische Handelssysteme mit eingebauten Aktivitäten, professionelle Analyseprogramme bezüglich der Handelssignale oder in gewissem Umfang auch das Social-Trading, bei dem Sie von den Erfahrungen professioneller Trader lernen können. Nahezu die einzige Maßnahme zur Verlustbegrenzung, die eine Garantie gibt, ist aber tatsächlich die Stop-Loss Order. Wobei man hier auch anmerken muss, dass auch eine Stop-Loss Order keine Garantie gegen massive Kursrutsche wie beispielsweise GAPs ist. Hier ist es ratsam sich einen Broker ohne Nachschusspflicht zu suchen, oder bei einem Anbieter wie beispielsweise IG (ehemals IG Markets) zu handeln, der seinen Kunden gegen Gebühr garantierte Stop-Loss Orders anbietet. Hier wird die Ausführung zum gewünschten Kurs nämlich auch unter den eben genannten Umständen garantiert.

Regel 8: Forex-Trading ist und bleibt sehr spekulativ

Forex und CFD Trading ist SpekulativDas Forex-Trading ist eine äußerst spekulative Möglichkeit, wie in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielt werden können. Aufgrund des hohen Verlustrisikos lautet eine Regel allerdings, dass Sie beim Handel mit Devisen niemals mit festen Einnahmen kalkulieren sollten. Es wäre fatal, beispielsweise davon auszugehen, dass Sie Monat für Monat mit dem Trading Einnahmen in Höhe von 500, 1.000 oder noch mehr Euro generieren können. Diese Erkenntnis ist nicht ganz leicht, zumal auf diversen Internetportalen damit geworben wird, dass das Forex-Trading sogar zum Erzielen eines sicheren und regelmäßigen Einkommens dienen kann. Diese Aussage ist leider völliger Unsinn, denn selbst wenn Sie mehrere Monate erfolgreich gehandelt haben, gibt es keinerlei Garantie dafür, dass sich dieser Erfolg auch in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen wird.

Regel 9: Überprüfen Sie Ihre eigenen Handelsaktivitäten im Nachhinein

Trades überprüfenBeim Forex-Trading ist es selbst für professionelle Trader, die vielleicht schon Jahre am Markt aktiv sind, äußerst wichtig, immer wieder zu lernen, neue Forex Trading Strategien zu erproben und das eigene Verhalten in der Vergangenheit zu analysieren. Nur wer aus seinen Fehlern lernt, kann auf Dauer ein erfolgreicher Trader werden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie Ihre eigenen Handelsaktivitäten im Nachhinein regelmäßig überprüfen und sich beispielsweise am Ende des Monats rückblickend betrachten, welche Trades erfolgreich waren und warum Sie bei manchen Devisenhandelsgeschäften einen Verlust erlitten haben. Selbstverständlich sollten Sie aus dieser Analyse anschließend Konsequenzen ziehen und Ihr Handelsverhalten dementsprechend anpassen.

Regel 10: Gute Gewinne auch mal mitnehmen

Gewinne mitnehmenAuf der einen Seite gibt es viele Trader, die bei Verlusten in Panik geraten und Positionen vorschnell glattstellen. Auf der anderen Seite existieren aber mindestens genauso viele spekulativ eingestellte Anleger, die bei bereits erzielten Gewinnen auf immer noch höhere Erträge hoffen und eine Position daher zu lange halten. Daher gibt es eine wichtige Regel beim Forex-Trading, nämlich bereits erzielte und gute Gewinne auch mal mitzunehmen, sprich die Position glatt zu stellen. Dazu ist es allerdings notwendig, dass Sie für sich selbst einen Zielpunkt festlegen, bei dessen Erreichen Sie die Position schließen. In diesem Fall geraten Sie anschließend auch nicht in die Versuchung, die entsprechende Position zu lange offen zu halten und dann vielleicht von der zwischenzeitlichen Gewinnzone in die Verlustzone zu geraten.

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Paul Steward

Über Paul Steward

Paul Steward beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema Börse und aktive Geldanlage. Nach abgeschlossenem Studium und einiger Zeit im Banking Bereich hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und ist nun als freiberuflicher Online-Redakteur im Finanzbereich tätig. Dabei ist es ihm ein besonderes Anliegen seine Erfahrungen und Tipps an Anfänger, aber auch Fortgeschrittene Trader weiter zu geben und den Anlagemarkt rund um Forex, Aktien, CFDs und Kryptowährungen transparenter und sicherer zu gestalten.

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