Beim Scalping im Forex Markt, oder auch bei Indizes oder allen anderen Märkten handelt es sich um ein einfaches Tradingsystem, bei dem der Händler sehr viele Trades, meist gepaart mit sehr engen Stop-Loss Limits in kurzer Zeit eingeht. Die Strategie beim Scalping ist es, viele kleine Gewinne zu erzielen, die sich durch die Hohe Anzahl an Trades, zu einem größeren Profit addieren. Voraussetzung ist natürlich eine schnelle und gute Orderausführung seitens des Brokers. Leider erlauben nicht alle Broker ihren Kunden diese Handelsstrategie. Bei vielen Brokern (meistens Market-Makern) ist Scalping nicht gestattet, da sich diese nicht schnell genug absichern können und so Verluste erleiden, wenn der Trader gewinnt. Aber nicht jeder Broker, bei dem Scalping gestattet ist, ist für diese Art des Handels auch wirklich empfehlenswert.
Lesen Sie daher grundsätzlich die Erfahrungsberichte von Tradern zu Scalping Brokern unserer Datenbank, bevor Sie ein Konto bei einem Forex-Broker mit der Absicht eröffnen, dort Scalping zu betreiben.
Vorteile der Scalping Strategie
✔ gute und schnelle Profite für Trader, die Scalping beherrschen
✔ nicht viel technische- oder fundamentale Analyse erforderlich
Nachteile beim Scalping
✖ die Spreads verschlingen einen großen Teil des Profits
✖ das Risiko/Gewinn Verhältnis ist oft zu gering
✖ nicht alle Broker erlauben Scalping
✖ das Trading und die Beobachtung der Märkte ist sehr zeitintensiv
Wie wende ich die Scalping Stratgie an:
Die Faustregel für den Take-Profit beim Scalping ist: Schließen der Position im Gewinn beim 1 bis 1.5fachen des Spreads. Meistens kann man den Take-Profit nicht so nah an den Entry setzen.Daher müssen Sie den Markt ständig beobachten und die Position bei erreichen der Profitmarke manuell schließen.
Beispiel:
Sie eröffnen eine Long-Position im EUR/USD. Ihr Spread beträgt 2 Pips. Ihr Stop-Loss liegt bei 10 Pips.Ihr angestrebter Profit liegt bei 3 Pips (Spread x 1.5). Nach 30 Sekunden liegt die Position 3 Pips im Gewinn. Nun schließen Sie den Trade manuell.
✔ Gewinn: 3 Pips
Sie eröffnen eine Short-Position im GBP/USD. Ihr Spread beträgt 3 Pips. Ihr Stop-Loss liegt bei 10 Pips.Ihr angestrebter Profit liegt bei 4.5 Pips (Spread x 1.5). Nach 3 Minuten läuft die Position gegen Sie undwird per Stop-Loss geschlossen.
✖ Verlust: -10 Pips
Sie eröffnen eine Short-Position im USD/JPY. Ihr Spread beträgt 4 Pips. Ihr Stop-Loss liegt bei 10 Pips.Ihr angestrebter Profit liegt bei 6 Pips (Spread x 1.5). Nach 1 Minute liegt die Position 6 Pips im Gewinn.Nun schließen Sie den Trade manuell.
✔ Gewinn: 6 Pips
Sie eröffnen eine Long-Position im EUR/JPY. Ihr Spread beträgt 4 Pips. Ihr Stop-Loss liegt bei 10 Pips.Ihr angestrebter Profit liegt bei 6 Pips (Spread x 1.5). Nach 10 Sekunden liegt die Position durch einen Spike 11 Pips im Gewinn. Nun schließen Sie den Trade manuell.
✔ Gewinn: 11 Pips
Das Ergebnis wären 10 Pips Gewinn in weniger als 5 Minuten. Theoretisch natürlich.
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Über Paul Steward
Paul Steward ist seit über 20 Jahren im Börsen- und Finanzbereich aktiv und gilt als erfahrener Spezialist für Online-Broker, CFD-Trading und Finanzmärkte. Nach einem abgeschlossenen wirtschaftswissenschaftlichen Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung im Banking- und Investmentsektor widmet er sich heute als freiberuflicher Finanzredakteur ganz seiner Leidenschaft: der verständlichen, fundierten Aufbereitung komplexer Finanzthemen. Sein Schwerpunkt liegt auf der unabhängigen Analyse und Bewertung von Brokern, Handelsplattformen und Anlageprodukten. Mit seiner Arbeit möchte er besonders Einsteiger dabei unterstützen, seriöse Anbieter zu erkennen, typische Fehler zu vermeiden und sicherere Entscheidungen im aktiven Handel mit Forex, Aktien, CFDs und Kryptowährungen zu treffen. Ziel ist es, mehr Transparenz und Vertrauen in einem oft schwer durchschaubaren Markt zu schaffen.