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Aktien kaufen für Anfänger - Tipps und Tricks für Einsteiger

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Aktien Kaufen für Anfänger - Tipps & Tricks

Aktien kaufen für AnfängerBeim Thema Börse denken die meisten Menschen wohl als erstes an Aktien. Dabei ist das Anlageverhalten der deutschen aber größtenteils immer noch sehr konservativ geprägt. Die meisten deutschen verwahren ihre Ersparnisse lieber auf Festgeldkonten oder Sparbüchern, als diese in Aktien oder andere Wertpapiere zu investieren. Tatsächlich legen nur rund 15 % der deutschen ihr Geld in Wertpapiere wie beispielsweise Aktien an. Der Bärenanteil der Bevölkerung verwahrt sein Kapital aber nach wie vor und trotz historischer Niedrigzinsen in Sparbüchern, oder auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Und das trotz einer stetig steigenden Vermögensbilanz in deutschen Haushalten.

Inhalt:

  1. Warum Aktien handeln ?
  2. Welche Aktien sollte man kaufen ?
  3. Statistiken
  4. Meistgekaufte Aktien
  5. Erste Schritte beim Aktienhandel
  6. Aktien auswählen
  7. Die größten Fehler beim Handel von Aktien
  8. Fazit

Warum überhaupt Aktien handeln ?

Vorbei sind die Zeiten, wo man mit sicheren Festgeldanlegen noch ordentliche Renditen erzielen konnte. Der Normalbürger spart in Anbetracht der Inflation und historischer Niedrigzinsen bei Sparbüchern und Festgeldkonten aktuell sogar ins Minus. Der DAX hingegen übertrifft die Inflationsrate dagegen fast jedes Jahr. Also lassen sich mit Aktien, trotz immer wieder auftretender Kursschwankungen langfristig meist bessere Renditen erzielen, als dies mit den oben genannten Anlageformen der Fall ist. Studien zufolge ist es sogar fast völlig egal, zu welchem Zeitpunkt man in den DAX30 einsteigt. Bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren oder länger liegt die Rendite fast immer über der Inflation. Der richtige Einstiegszeitpunkt kann dei Höhe des Gewinns dabei aber logischerweise noch einmal maßgeblich positiv beeinflussen. Langfristig gesehen, lässt sich mit Aktien statistisch gesehen also fast immer eine gute Rendite erzielen.

Welche Aktien sollte man kaufen ?

Da der Kurs einer Aktie unter anderem auch von den Spekulationen der Anleger abhängt,  ist es ganz interessant zu wissen, nach welchen Kriterien die meisten anderen Anleger ihre Wertpapiere aussuchen. Kriterien beim Aktien Kauf

Quelle: https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/media/130624_wertpapierradar_2013_europabroschuere_web.pdf

Statistiken zum Aktienhandel in Deutschland

Jahr Gesamtvermögen Anteil Bargeld/Bankguthaben Aktien sonstige Wertpapiere Versicherungen & Pensionen
Entwicklung Vermögensbilanz privater Haushalte in Deutschland
2012 5 Mrd. Euro 41% 6% 18% 37%
2007 4.476 Mrd. Euro 36% 8% 20% 33%
2002 3.961 Mrd. Euro 38% 6% 24% 32%

 

Damit befindet sich Deutschland im internationalen Vergleich nur im unteren Mittelfeld. In den USA investieren beispielsweise rund 55% der Bürger einen Teil ihres Kapitals in Aktien. In Japan sind es rund 30%.

Land Anteil Aktionäre der Gesamtbevölkerung (direkt und indirekt)
Anteil Aktionäre im internationalen Vergleich
Deutschland 15%
USA 56%
Japan 28%
Grossbritannien 23%
Schweiz 19%
Schweden 15%
Frankreich 9%

Wenn Sie nun auch einen Teil ihres Geldes in Aktien investieren möchten, erklären wir ihnen die wichtigsten Punkte, auf die insbesondere Anfänger beim Handel mit Aktien achten sollten.

Meistgekaufte Aktien der Deutschen

Die DAB-Bank analysierte kürzlich 600.000 Aktien-Depots seiner Kunden und kam zu dem Ergebnis, dass die deutschen bevorzugt in die etablierten großen DAX Konzerne investieren. Der durchschnittliche Depotwert lag dabei laut der Studie bei rund 41.000 Euro. Knapp die Hälfte davon steckte in Einzelaktien. Das meiste Geld investierten die Anleger mit 4.1% dabei in die Aktien des BASF Konzerns. Dicht gefolgt von Allianz, Bayer, Daimler, Siemens und der Deutschen Bank. Dabei gibt es auch hier regionale Unterschiede zwischen West und Ost. Laut einer anderen Studie investieren die Bürger im Osten Deutschlands weit weniger in Aktien als die Anleger im Westen. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg schneiden hier mit durchschnittlich 3% am schlechtesten ab. Bundesländer wie Hessen, Baden-Württemberg und Bayern mit durchschnittlich rund 10% deutlich besser. Damit sitzen die größten Anleger beim Aktienhandel bundesweit gesehen im Süd-Westen Deutschlands.

Schritte zum ersten Aktien Handel

Bevor Sie als Anfänger jetzt anfangen können Aktien zu handeln, müssen Sie sich zuerst einige Gedanken machen und einige Dinge erledigen, damit Sie gut vorbereitet in den Aktienhandel starten können. Hier gilt es erst einmal Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen.

Aktiendepot Anlegen

Als erstes müssen Sie sich überlegen, wie Sie überhaupt in Aktien investieren wollen. Möchten Sie physische Aktien kaufen, benötigen Sie einen Online Broker, bei dem Sie physische Aktien kaufen und verkaufen können. Möchten Sie dagegen Aktien mit einem Hebel handeln, bieten sich Aktien-CFDs an.

Online Broker Vergleich

Hierzu benötigen Sie wiederum einen Aktien-Broker, der ihnen den Handel mit Aktien-CFDs ermöglicht. Es gibt auch Broker wie beispielsweise IG Markets, die sowohl den Handel von physischen Aktien, als auch Aktien-CFDs aus einem Konto heraus anbieten. Dann geht es darum, de geeigneten Broker für ihre Anlageform zu finden. Hierzu bieten sich unser Online Broker Vergleich, oder unser Aktien Broker Vergleich an. Je nachdem, welche Aktien Sie handeln möchten und wie ihre Anlagestrategie aussieht, können die Kosten der einzelnen Broker sehr stark variieren, so dass ihnen ein ausgiebiger Vergleich später eine Menge Gebühren sparen kann. Und alles was Sie nicht an ihren Broker zahlen müssen, steigert logischerweise ihren Gewinn. Nehmen Sie sich für diesen Punkt also ausreichend Zeit.

Anlageziel festlegen

Wenn Sie ihr Aktiendepot bei ihrem Broker erfolgreich eröffnet haben, müssen Sie für sich festlegen, welche Ziele Sie mit dem Aktienhandel genau erreichen wollen.

Hier einige Tipps:

Machen Sie sich zuerst einmal mit der Handelsplattform ihres Brokers vertraut. Idealerweise üben Sie erst einmal auf einem Demo-Konto. Wenn Sie sich sicher genug fühlen, fangen Sie als Anfänger beim Handel von Aktien erst einmal mit kleineren Beträgen an und investieren nicht gleich ihr ganzes Kapital in eine Aktie. Zudem sollten Sie natürlich nur Kapital zum Trading verwenden, dass Sie nicht zwingend an anderer Stelle benötigen und auf das Sie notfalls auch verzichten könnten. Andernfalls müssen Sie Aktien eventuell  mit Verlust verkaufen, weil Sie kurzfristig Kapital für eine notwendige Anschaffung benötigen. Zudem könnten Emotionen wie Angst oder Gier ihre Entscheidungen beim Handel negativ beeinflussen.

Als nächstes sollten Sie festlegen, welches Risiko Sie beim Handel mit Aktien bereit sind einzugehen. Aktienkurse schwanken naturgemäß mehr oder weniger stark. Wenn Sie beispielsweise 10.000 Euro auf ihrem Aktien-Depot haben, kann ihr Kontostand bei einer guten Entwicklung zwar in kurzer Zeit auf 11.000 oder 12.000 Euro ansteigen, aber es kann auch sein, dass ihr Depotwert erstmal auf 8.000 oder 9.000 Euro absackt, bevor es wieder nach oben geht. Beim Handel von Aktien-CFDs kann dieser Effekt aufgrund des Hebels noch gravierender ausfallen. Beim Handel von physischen Aktien können Sie diese unbegrenzt halten und werden auch keinen Totalverlust (es sei denn das Unternehmen geht Pleite) erleiden. Beim Handel mit Aktien-CFDs werden Sie aufgrund des Hebels wahrscheinlich eine Stop-Loss Order setzen müssen, um nicht ihr ganzes Kapital zu riskieren. Sinkt der Kurs unter das von ihnen maximal definierte Risiko, verlieren Sie ihren Einsatz für diesen Trade, behalten aber den Rest noch auf ihrem Konto. Auf der anderen Seite sind die Renditechancen bei Aktien-CFDs im Verhältnis zum eingesetzten Kapital natürlich deutlich höher. Der Hebel wirkt jedoch in beide Richtungen. Dessen sollten Sie sich bewusst sein.

Grundsätzlich gilt: Je größer die mögliche Rendite, desto höher ist auch das Risiko

Renditeerwartungen festlegen

Fragen Sie sich, welche Rendite Sie mit einem bestimmten Investment erreichen wollen. Beim Handel von physischen Aktien,  sollten Sie sich am besten langfristige Ziele setzen. Hier ist beispielsweise eine Renditeerwartung von 3% bis 10% pro Jahr realistisch. Beim Handel von Aktien-CFDs sind abhängig von Positionsgröße und Hebel auch beachtliche Renditen in kleineren Zeitrahmen möglich. Aber denken Sie daran, desto größer die Mögliche Rendite, desto größer auch das Risiko.

Grundsätzlich gilt: Überstürzen Sie nichts. Wenn Sie zu schnell zu viel wollen, ist das Risiko meist viel zu hoch!

Gerade Anfänger scheitern beim Handel von Aktien oft daran, dass die Ziele zu hoch sind. Um diese zu erreichen gehen Sie zu große Risiken ein und erleiden deshalb größere Verluste. Bleiben Sie ruhig und handeln Sie stets überlegt. Dann kommt der Erfolg nach einer bestimmten Zeit meist ganz von alleine.

In welche Aktien soll ich investieren ?

Hier gibt es verschiedene Ansätze, wie Sie in verschiedene Aktien investieren können.

Etablierte Unternehmen

Hier investieren Anleger in Unternehmen, die schon seit ewigen Zeiten am Markt sind und in ihrer Branche feste Größen oder Marktführer darstellen. Auf dem deutschen Markt sind das beispielsweise die Big Player im DAX30 wie BASF, Bayer oder Siemens. In diese Aktien zu investieren ist auf lange Sicht gesehen meist mit geringem Risiko verbunden und daher für insbesondere für konservativere Anleger sehr interessant. Jedoch sind auch die Renditerwartungen bei diesen Aktien oft nicht ganz so hoch, wie es bei Value-Aktien der Fall sein kann. Auf der anderen Seite sind die Dividendenzahlungen hier oft höher, was sich wiederum positiv auf die spätere Rendite des Aktien-Investments auswirkt.

Value Aktien Strategie

Value-Aktien sind Aktien, welche eine gute Entwicklung versprechen, aber derzeit (auch im Hinblick auf die Bewertung der Mitbewerber) nach Ansicht des Anlegers noch unterbewertet sind. Hier spekuliert der Trader darauf, dass der Markt den wahren Wert des Unternehmens bisher noch nicht erkannt hat und die Erkennung der Werthaltigkeit des Unternehmens noch folgen wird. Die Renditechancen bei Value-Aktien sind dabei meist gut, jedoch ist auch das Risiko höher als bei den etablierten Unternehmen wie beispielsweise BASF oder BMW. Hier müssen Sie sich selbst fragen, welche Artikel oder Dienstleistungen ihrer Meinung nach zukünftig noch stärker gefragt sein werden und dann anschließend Unternehmen analysieren, welche bereits in diesem Markt tätig sind.

Market Growth Strategie

Hier schaut der Investor weniger auf die Analyse von einzelnen Unternehmen, sondern eher auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung von ganzen Branchen. Wenn der Anleger eine Branche gefunden hat, deren Zukunft er aufgrund aktueller Gegebenheiten für erfolgsversprechend hält, schaut er sich nach Unternehmen um, die sich in diesem Segment bereits gut positioniert haben. Wer damals den Markt für Smartphones oder Unterhaltungselektronik allgemein als zukünftigen Entwicklungsmarkt erkannt hat, ist wahrscheinlich unter anderem bei Aktien von Apple oder Samsung gelandet. Schaut man sich die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre an, so wäre ein Kauf dieser Aktien sicher nicht das schlechteste Investment gewesen.

Entwiklung der Apple Aktie

Samsung Aktie

Diversifikation als wichtiger Faktor

Das Risiko zu begrenzen ist auch beim Aktienhandel eines der wichtigsten Gebote. Hier machen besonders Anfänger beim Aktien Handel oft Fehler. Einer Studie der UNI Bochum zufolge, bestehen rund die Hälfte aller bei deutschen Banken und Brokern geführten Depots durchschnittlich aus einer bis vier Aktien. Bei einigen Depots kommen zwar eventuell noch Fonds dazu, diese enthalten aber auch oft Aktien, welche bereits so schon im Depot liegen. Eine gute Risikostreuung sieht anders aus.

Die meisten erfolgreichen Aktien Trader stecken ihr Geld daher nicht nur in die Aktien eines Unternehmens, oder einer Branche. Sie investieren ihr Kapital in mehrere verschiedene Aktien aus unterschiedlichen Branchen, um das Risiko bei beispielsweise einer Flaute oder einem Crash einer ganzen Branche im Depot zu reduzieren. Zudem mischen Sie meist Value Aktien (also aus Sicht des Anlegers noch unterbewertete Aktien) mit den Aktien von etablierten Unternehmen oder Marktführern in ihrem Segment, um das Risiko noch weiter zu streuen.

Übertreiben muss man es jedoch auch nicht. Sie brauchen hier keine 20 oder mehr Aktien zu kaufen, um ihr Risiko größtmöglich zu streuen. Wir empfehlen ihnen für eine gute Risikoverteilung 7 - 10 verschiedene Aktien in ihr Depot zu legen. Dabei ist die Korrelation wie oben beschrieben entscheidend. Sind die Aktien sich zu ähnlich, oder kommen alle beispielsweise mehr oder weniger aus einer Sparte wie beispielsweise der Automobilbranche oder Zulieferer, kann das Depot natürlich starken Schwankungen unterliegen, wenn es hier zu branchenweiten Problemen kommt. Hier kann man durchaus auch einige internationale Aktien nehmen, um das Risiko besser zu verteilen.

Auf diese Weise können die möglichen Verluste einer Aktie oder Branche mit den Gewinnen aus anderen Aktien aufgefangen werden. Wer jedoch nicht genügend Kapital hat, um so viele verschiedene Aktien zu kaufen, für den eignen sich aus Sicht der Risikoverteilung Investmentfonds eventuell besser. Hier sind mehrere Aktientitel enthalten, was natürlich gut für die Risikostreuung ist.

Die größten Fehler beim Aktien Handel

Natürlich gibt es noch weitere Fehler die insbesondere Anfänger beim Aktienhandel oft machen. Nachfolgend möchten wir ihnen einige dieser Fehler kurz beschreiben, damit Sie diese beim Trading vermeiden können.

Selbstüberschätzung

Gerade Anfänger begehen diesen Fehler oft. Sie handeln einige Aktien mit Profit und denken, dass das Spiel an der Börse ganz leicht ist und sich hier Geld im Schlaf verdienen lässt. So wird oft reines Glück mit Können verwechselt und kurz darauf setzt die Profitgier ein und das Risiko wird erhöht. Was oft folgt ist leider nicht der Vorruhestand wegen zu großer Gewinne, sondern der Ruin des Depots. Aber auch diese Erfahrungen müssen Sie als Anfänger zwangsläufig machen. Das bekannte Lehrgeld hat bisher noch jeder uns bekannte Anleger bezahlt. Dabei ist auch Lehrgeld nicht verschwendet, sondern eine Investition in die Zukunft. Denn nur so lernen Sie dazu und versuchen, die gemachten Fehler zukünftig zu vermeiden.

Trends ignorieren

Auch dieser Fehler wird von Anfängern oft begangen. Sie handeln gegen einen seit längerem anhaltenden Trend, statt mit ihm. Natürlich kann man diesen Handelsansatz versuchen. Das Problem dabei ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs weiter in Trendrichtung verläuft ungleich größer ist, als die Wahrscheinlichkeit, dass der Trend just in diesem Moment gebrochen wird. Dies gilt gleichermaßen für Aufwärtstrends und Abwärtstrends. Versuchen Sie daher nicht schlauer als der Markt zu sein und handeln Sie soweit es geht mit dem aktuellen Trend. Nicht umsonst heisst es: The Trend is your Friend". So kann man durchaus noch in eine Aktie einsteigen, wenn der Kurs bereits bestiegen ist. Entscheidend ist hier nur, dass sich die Aktie noch in einem stabilen Aufwärtstrend befindet.

Beispiel:

Trend Beispiel anhand von Apple

Dieses Besipiel zeigt den Kursverlauf der Apple Aktie im 4h Chart. Nachdem die Aktie kurz nachgegeben hatte, hat sich danach wieder ein stabiler Aufwärtstrend etabliert. Hier hätte man auf dem Weg nach oben durchaus noch einsteigen können. Der beste Zeitpunkt für einen Einstieg wäre hier natürlich ein Test der unteren Linie des Trendkanals gewesen. Zur Sicherheit hätte ein Stop-Loss gesetzt werden können um größere Verluste zu vermeiden, falls der Trend bricht.

In diesem Fall darf man auch nicht der Versuchung unterliegen, in eine fallende Aktien hinein zu kaufen, nur weil diese nun sehr billig erscheint.  Wenn ein Trend bricht, gibt es meistens gute Gründe dafür. Hier in das fallende Messer zu greifen kann Sie viel Lehrgeld kosten. Zwar könnten Sie natürlich den Boden der Gegenbewegung erwischen, dies ist statistisch  gesehen aber eher unwahrscheinlich. Lassen Sie lieber andere versuchen die Aktie genau am Boden der Gegenbewegung zu kaufen. Hier sollten Sie abwarten, bis sich die Aktie wieder fängt und sich erneut ein Trend etabliert. So haben Sie zwar die ersten Profite der Kurserholung verpasst, aber höchst wahrscheinlich auch größere Verluste vermieden.

Schlechtes Timing

Insbesondere viele Anfänger machen mit Aktienkäufen zwar anfängliche Gewinne, wissen jedoch nicht, wann Sie das Papier wieder verkaufen sollen und verlieren dadurch einen Teil ihrer Profite wieder oder machen nach anf#nglichen Profiten sogar Verluste. Meistens werden Verlierer hier zu spät verkauft und Gewinner zu früh hergegeben.

Nicht umsonst sagt eine alte Börsenweisheit: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen.

Oft haben Trader die Marktrichtung auch korrekt voraus geahnt und sind mit ihren Positionen bereits im Gewinn. Jedoch wird die Aktie dann aus Angst den Gewinn wieder zu verlieren mehr oder weniger grundlos verkauft, obwohl der Markt weiter in die richtige Richtung läuft. Hier verschenken Anleger bares Geld.

Unser Tipp hier lautet daher:

Bleiben Sie ruhig und behalten Sie die Nerven. Treffen Sie ihre Handelsentscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern aufgrund von fundierten Analysen und Informationen. Trennen Sie sich frühzeitig von Verlusten und maximieren Sie die Gewinne von gut laufenden Positionen. Werkzeuge ihres Aktien Brokers wie der Stop-Loss Auftrag oder die Trailing-Stop Orders helfen ihnen dabei ein gutes Moneymanagement zu betreiben. Setzen Sie am besten bereits vor der Eröffnung der Position ein Stop-Loss Limit beispielsweise auf Basis einer Chartanalyse bei wichtigen Unterstüzungen oder Widerständen im Kurs der Aktie. So ist ihr maximaler Verlust bereits festgelegt und Sie haben den Kopf frei für den möglichen Gewinn.

Nicht zu viel Handeln

Das mag jetzt komisch klingen, aber die Aktien im Depot zu oft zu wechseln wird ihrer Rendite in den meisten Fällen nicht unbedingt helfen. Ein Grund dafür ist, dass bei häufigen Trades die Gebühren wie Ordergebühren, Maklerkosten oder Spreads natürlich steigen. Diese müssen Sie erst einmal wieder verdienen, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

Ausserdem belegen Studien, dass Anleger die beim Aktienhandel besonders aktiv sind meist deutlich schlechter Abschneiden, als ein Aktienindex. Dies gilt natürlich nur eingeschränkt für den Handel von Aktien-CFDs, da Trader hier aufgrund des Hebels bereits von sehr kleinen Kursschwankungen profitieren können. Beim konventionellen Aktienhandel fahren Sie mit der Buy and Hold Strategie oft besser. Das richtige Moneymanagement und ein vernünftiger Stop-Loss vorausgesetzt.

Wer beispielsweise Anfang 2013 ein Indexzertifikat auf den DAX30 gekauft hat, konnte sich bereits Ende 2013 über eine Rendite nach Abzug aller Kosten von rund +17% freuen. Und das ohne das Jahr über irgendetwas machen zu müssen.

Historische Entwicklung des DAX30

Wie man aber an der Entwicklung des DAX30 sehen kann, gibt es auch dort mehr oder weniger Starke Schwankungen. Wenn sich insgesamt eine Verschlechterung der Marktlage abzeichnet, oder ein Unternehmen seinen bisher guten Kurs verlässt, beispielsweise weil Trends verschlafen werden darf man sich natürlich nicht zu sehr an Buy and Hold klammern und sollte seine Positionen natürlich erneut überdenken.

Ein gutes Beispiel wäre hier Nokia gewesen. Ehemals einer der führenden Hersteller für Mobiltelefone. Jedoch haben die Finnen den Trend für Smartphones damals einfach verschlafen und dadurch über die Jahre mehr und mehr Marktanteile verloren. Hier wäre es natürlich ratsam gewesen, sich von der Aktie zu trennen und abzuwarten, ob Nokia eventuell wieder Boden am Markt gut machen kann, um dann möglicherweise später wieder einzusteigen.

Nokia Aktie

Fazit

Im Prinzip ist der Handel von Aktien gar nicht so schwer, wenn man einige Grundlegende Punkte beachtet. Auch für Anfänger ist das erfolgreiche Trading mit Wertpapieren nicht unmöglich. Möchte man Erfolg haben, sollte man sich jedoch im Vorfeld intensiv mit dem Thema auseinander setzen.

Aber wie sagt man so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn Sie unsere Anfängertipps für das Trading mit Aktien oder Aktien CFDs beachten, sollten Sie die größten Fehler bereits umschiffen können. Wichtige Erfahrungen müssen Sie allerdings selbst sammeln. Dabei kann ihnen leider kein Ratgeber helfen.

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