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Worin unterscheiden sich binäre von klassischen Optionen?

Unterschiede klassische vs. binäre OptionenWährend es klassische Optionen schon seit mehreren Jahrzehnten gibt, sind binäre Optionen im Vergleich dazu noch relativ neue Finanzprodukte. Die ersten speziellen Broker, die den Handel mit binären Optionen anboten, traten etwa 2007 am Markt auf. Demzufolge existieren binäre Optionen mittlerweile seit rund zehn Jahren, sodass es sich um keine ganz neuen Produkte mehr handelt. Grundsätzlich bestehen zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen klassischen und binären Optionen, aber es gibt auch einige gravierende Unterschiede. Wir möchten Sie im folgenden Ratgeber darüber informieren, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen klassischen Optionen und binären Option bestehen. Darüber hinaus geben wir Ihnen Anhaltspunkte dafür, für welchen spekulativ eingestellten Anleger sich eher klassische Optionen und für wen binäre Optionen häufig die bessere Wahl sind.

Inhalt:

  1. Haupteigenschaften klassische und binäre Optionen
  2. Unterschiede
  3. Einfach vs. Komplex
  4. Hebel
  5. Gewinne & Gewinnchancen
  6. Laufzeiten
  7. Für welche Anleger sind Optionen geeignet ?

Haupteigenschaften bei klassischen und binären Optionen gleichen sich

Bei den Haupteigenschaften finden sich durchaus Gemeinsamkeiten von klassischen und binären Optionen. Zunächst einmal ist es in beiden Fällen so, dass sich die jeweilige Option auf einen Basiswert bezieht und man wie bei jedem anderen Derivat einen Broker benötigt, der einem den Handel mit eben diesen Instrumenten zur Verfügung stellt. In unserem Vergleich von binäre Optionen Brokern haben wir die bekanntesten und größten Broker für Sie getestet. Sowohl bei den klassischen als auch bei den binären Optionen gibt es insbesondere die folgenden vier Basiswerttypen, die als Grundlage zur Spekulation dienen:

  • Indizes
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Devisen

Sowohl bei den klassischen als auch bei den binären Optionen finden sich demzufolge zahlreiche Aktien, Indizes, aber auch Devisen und Rohstoffe, welche die sogenannten Basiswerte, auch als Assets oder Underlyings bezeichnet, darstellen. Mit klassischen und binären Optionen spekuliert der Anleger also nicht auf die Option, sondern diese stellt lediglich das Mittel dar, um auf Kurs- und Preisentwicklungen bei den zuvor genannten vier Basiswertarten zu spekulieren.

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen klassischen und binären Optionen besteht darin, dass der Handel schon mit relativ geringem Kapital möglich ist. Je nach Broker können spekulativ eingestellte Anleger beispielsweise schon ab fünf oder zehn Euro mit binären Optionen handeln. Bei den klassischen Optionen sind ebenfalls oftmals geringe Kapitaleinsätze von unter 50 Euro möglich, wobei diese Optionen allerdings mit einem Hebel arbeiten, was einen Unterschied zu den binären Optionen darstellt. Darauf werden wir im folgenden Teil bei den Unterschieden allerdings noch näher eingehen. Eine weitere Gemeinsamkeit von binären und klassischen Optionen besteht darin, dass in beiden Fällen der Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist. Zudem besitzt der Trader in beiden Fällen das Recht, den Basiswert zu erwerben oder zu einem bestimmten Kurs verkaufen zu können, er geht jedoch im Gegensatz zu Futures keine Pflichten ein.

Diverse Unterschiede zwischen klassischen und binären Optionen

Neben dem Gemeinsamkeiten gibt es durchaus einige Unterschiede, die sich zur Trennung der binären Optionen und der klassischen Optionen eignen. Zunächst einmal möchten wir Ihnen einige dieser Unterschiede übersichtlich nennen, dann aber auch auf manche unterschiedliche Eigenschaften von klassischen und binären Optionen näher eingehen.

Unterschiede Klassische vs binäre Optionen

In erster Linie sind es die folgenden Merkmale, durch die sich klassische und binäre Optionen voneinander unterscheiden können:

  • Einfachheit / Flexibilität des Handels
  • mit Hebel oder ohne Hebel
  • Laufzeiten
  • Anzahl der Basiswerte
  • maximale Gewinnchance / Art des Gewinns

Auf die zuvor genannten Punkte möchten wir nun etwas ausführlicher eingehen.

Einfachheit bzw. Komplexität des Handels

Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass ein Grund für die Schaffung der binären Optionen darin besteht, dass diese im Vergleich zu klassischen Optionen leicht verständlicher und einfacher zu handeln sind. Dies bestätigt sich durchaus, wenn man sich einmal die Konstruktion klassischer Option sowie von Optionsscheinen näher betrachtet. Es gibt bei jeder Option diverse Kennzahlen, die dem Spekulanten eine Hilfe geben sollen, ob es sich um eine aussichtsreiche Option handelt oder nicht. Diese Kennzahlen dienen unter anderem dazu, die zahlreichen Optionen miteinander zu vergleichen. Zu den Kennzahlen, die sich teilweise auf Optionen und teilweise auf Optionsscheine beziehen, gehören beispielsweise:

  • Theoretischer Hebel
  • Delta
  • Gamma
  • Zeitwert

Dies sind nur einige von zahlreichen Kennzahlen, die es nicht professionellen Anlegern äußerst schwer machen, die Optionen zu beurteilen. Bei binären Optionen gibt es solche Kennzahlen hingegen nicht, zumal im Gegensatz zu klassischen Optionen auch kein Zeitwert existiert, der jedoch eine Rolle für den Wert des Optionsscheines spielt. Einen eventuellen Hebel müssen Anleger bei binären Optionen auch nicht berücksichtigen, weil diese Form der Option nicht mit Hebeln arbeitet. Auf den Hebel möchten wir im folgenden Abschnitt etwas näher eingehen.

Kein Hebel bei binären Optionen

Der Hebel, auch als Leverage bezeichnet, existiert bei praktisch allen Optionen und ebenso bei Optionsscheinen. Er sorgt dafür, dass der Wert der Option sich um ein Vielfaches im Vergleich zur Wertentwicklung des jeweiligen Basiswertes verändert.

Hebel bei binären Optionen

Einfach gesagt bedeutet dies: Steigt der Kurs des DAX-Index als Basiswert für die klassische Option beispielsweise um zwei Prozent, so würde sich der Wert der Option bei einem theoretischen Hebel von 5:1 sofort um zehn Prozent verändern. Eine solche überproportionale Änderung gibt es bei binären Optionen hingegen nicht. Bei binären Optionen ist es stattdessen so, dass sich der Wert der Option durch Kursveränderungen beim Basiswert nicht ändert. Es kommt nämlich bei den einfachen binären Optionen lediglich darauf an, dass der Kurs bzw. Preis zum Verfallzeitpunkt der Option höher (bei Call-Optionen) bzw. niedriger (bei Put-Optionen) liegt, als zum Zeitpunkt des Erwerbs der binären Option.

Wann werden Gewinne erzielt und wie sind die Gewinnchancen?

Sowohl bei klassischen Optionen als auch binären Optionen gibt es Laufzeiten, also einen Zeitpunkt, an dem die jeweilige Option verfällt. Wann Gewinne erzielt werden können und wie hoch die Gewinnchancen bzw. die Gewinnmöglichkeiten sind, darin unterscheiden sich binäre Option und klassische Optionen durchaus. Bei den klassischen Optionen ist es so, dass die Höhe des Gewinns vom Grundsatz her nicht beschränkt ist. Dies liegt daran, dass die Gewinnhöhe bzw. der Wert der Option an die Kursentwicklung des Basiswertes gekoppelt ist. Bei den binären Option ist dies anders, denn in diesem Fall gibt der jeweilige Broker schon beim Kauf der Option die maximal mögliche Rendite vor.

Gewinne beim Optionshandel

Diese liegt im Bereich der einfachen Option meistens bei 80 bis 92 Prozent. Zudem gibt es häufiger bei speziellen Handelsarten einen sogenannten High-Yield-Bereich, der auch Renditen von bis zu 500 Prozent ermöglicht. Besonders die größeren Broker für binäre Optioenn wie BDSwiss oder 24option haben diese Optionstypen im Programm. Gewinne erzielen Spekulanten bei klassischen Optionen immer dann, wenn sie die Option zu einem höheren Preis wieder verkaufen können, als sie beim Kauf gezahlt haben. Bei binären Optionen ist es hingegen so, dass stets ein bestimmtes Ereignis eintreten muss, damit der Gewinn verbucht werden kann. Ein typisches Ereignis wäre zum Beispiel bei einer binären Option als Call-Option, dass der Kurs des Basiswertes bei Ablauf der Option höher ist als zum Zeitpunkt des Kaufs. In diesem Fall hätte der Spekulant dann einen Gewinn erzielt, während das gegenteilige Ereignis, also dass der Kurs niedriger als beim Kauf liegen würde, zu einem Totalverlust führt.

Welche Laufzeiten gibt es bei den jeweiligen Optionen?

Die Unterschiede bei Laufzeiten zwischen binären und klassischen Optionen sind relativ schnell erläutert. Bei klassischen Optionen bewegen sich die Laufzeiten meistens im Bereich zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten.

Laufzeiten binäre Optionen

Bei den binären Optionen sind die durchschnittliche Laufzeiten deutlich niedriger und beginnen – je nach Angebot des Brokers - oftmals schon bei 30 Sekunden. Sie reichen allerdings selten über einen längeren Zeitraum als bis zum Ende der Woche. Somit sind binäre Optionen insbesondere für spekulativ eingestellte Anleger geeignet, die äußerst schnell Gewinne erzielen möchten.

Für wen sind welche Optionen geeignet?

Zusammenfassend gibt es also sowohl Gemeinsamkeiten als auch deutliche Unterschiede zwischen binären und klassischen Optionen. Aufgrund der angesprochenen Kennzahlen und der deutlich höheren Anzahl von klassischen Produkten dieser Kategorie sind diese Optionen vor allem für spekulativ eingestellte Anleger interessant, die sich am Markt bereits auskennen bzw. Profis sind. Binäre Optionen eignen sich stattdessen vor allem für Anfänger oder Spekulanten, die sich nicht großartig mit der Materie beschäftigen möchten. Dafür sorgt vor allem die Einfachheit der binären Optionen, denn bei den klassischen Varianten muss sich der Anleger lediglich entscheiden, ob er glaubt, dass der Basiswert zum Verfallszeitpunkt höher oder niedriger als beim Kaufzeitpunkt notieren wird.

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