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Forex-Strategien

Stellen Sie ihrem Broker im Vorfeld die folgenden Fragen um herauszufinden, ob der Forex- oder CFD-Broker der beste Broker für Sie ist.

1. Wie oft sind die beworbenen Spreads verfügbar ?

(Vergleichen Sie die beworbenen mit den tatsächlichen Spreads)

Einige Broker werben mit Spreads "ab" 1 Pip oder schreiben "typische" Spreads "ab" 1 Pip ohne klarzustellen, wann und zu welchen Bedingungen diese Spreads verfügbar sind. Möglicherweise werden Sie diese Spreads während Sie Handeln nie erreichen.

Wenn ein Forex-Broker Spreads "ab" 1 Pip im EUR/USD bewirbt, müssen Sie als Trader wissen was "ab" in diesem Fall bedeutet.Gelten hier spezielle Konditionen ? Gibt es Nachweise darüber, wie die Spreads bei diesem Broker in der Vergangenheit waren oder unter welchen Bedingungen diese gelten ?

Daher müssen Sie herausfinden, welche Spreads normalerweise bei den Währungspaaren gelten, die der Forex-Broker anbietet. Und zwar am besten von allen, nicht nur von den Major-Währungspaaren. Falls Sie doch einmal exotischere Währungspaare handeln möchten, sollten Sie hier keine Unsummen an Spread zahlen müssen.

2. Gelten spezielle Bedingungen oder Restriktionen beim Handel?

(die Spreads sollten sich niemals aufgrund des Ordervolumens oder anderen Bedingungen ausser der Marktvolatilität ändern)

Oft bewerben Forex-Broker niedrige Spreads, die aber nur in ruhigen Märkten gelten oder einer kleinen Gruppe von Kunden zugänglich sind. Diese Bedingungen sind oft Tradern vorbehalten, die die Anforderungen des Brokers in Sachen Kontogröße, Handelsvolumen oder Herkunftsland erfüllen.

Einige Broker verlangen beispielsweise eine Mindestkontogröße oder ein Mindest-Handelsvolumen, bevor man Zugang zu den beworbenen niedrigen Spreads erhält.Der einzige Weg, um herauszufinden ob der Broker tatsächlich hält was er verspricht, ist das lesen von Erfahrungen und Bewertungen zu dem jeweiligen Forex- oder CFD Broker.

Erfahrungen und Bewertungen zu CFD- und Forex- Brokern finden Sie hier.

3. Fallen weitere Gebühren zusätzlich zum Spread an?

(Lesen Sie grundsätzlich das Kleingedruckte, damit Sie genau wissen was Sie zahlen müssen)

Einige Broker bieten zwar niedrige Spreads an, machen ihren Profit aber mit anderen Kosten. Bei einigen Brokern fallen zum Beispiel Gebühren für die Nutzung der Trading-Plattform an oder es gibt eine monatliche Grundgebühr, die nur bei einer bestimmten Depotgröße oder einem monatlichen Mindest-Handelsvolumen entfällt.

4. Gelten die Spreads für alle Kunden?

(Alle Kunden sollten den gleichen Spread zahlen)

Viele Forex-Broker beanspruchen mittlerweile für sich, die niedrigsten Spreads der Industie zu haben. Aber nicht jeder Trader bekommt diese Spreads auch. Bei einigen Brokern werden Unterschiede aufgrund vom Tradingverhalten des Händlers, der Kontogröße oder dem Handelsvolumen gemacht.Trader mit größeren Konten oder hohen Handelsvolumen erhalten oft bessere Konditionen und werden besser behandelt.Diese Sonderkonditionen zahlen unterm Strich alle Händler die diese nicht erhalten in Form von größeren Spreads. Daher ist es grundsätzlich am besten, wenn der Broker allen Kunden die gleichen Konditionen einräumt.

5. Verdient sonst noch jemand anders als der Broker an ihren Trades?

(Einige Broker geben einen Teil ihres Profits an Vermittler ab)

Es ist mittlerweile ganz normal, dass Forex-Broker Vermittlern (so genannten Introducing Brokern oder IBs) einen Teil der verdienten Kommission abgeben. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen. In der Finanz- und insbesondere Versicherungsbranche ist diese Art des Marketings Gang und Gebe. Diesen Umstand können Sie allerdings für sich ausnutzen. Einige dieser Vermittler geben einen Teil ihrer Kommission an ihre Kunden weiter, wenn diese ihre Konten über den IB eröffnen.

6. Wird mein Trade zu dem Preis ausgeführt, zu dem ich geklickt habe?

(Enge Spreads nützen ihnen nur etwas, wenn ihre Order auch zum gewünschten Preis ausgeführt wird)

Je niedriger der Spread ist, desto besser für Sie. Aber ob Sie auch nur diesen niedrigen Spread zahlen, hängt von einer guten Orderausführung ab.Bei Requotes, verzögerter Orderausführung, Slippage oder Stop-Hunting hilft ihnen der niedrigste Spread nichts.Diese Dinge passieren falls vorhanden natürlich nur im Live-Handel und niemals auf dem Demo-Konto.

Ein Beispiel:

Sie wollen eine Position zum angezeigten Preis eingehen aber ihre Position wird einige Pips zu ihrem Nachteil ausgeführt oder ihre Order wird ganz abgelehnt. Wenn dies wieder und wieder passiert, kann sich jeder Trader denken, was dies für den Handel bedeutet, da man alle diese Verluste erst einmal wieder erwirtschaften muss.Man kann im Vorfeld nicht in einen Broker hineinschauen, jedoch sollte man sich über die möglichen Probleme bewusst sein, um sofort Maßnahmen ergreifen zu können, falls eines dieser Probleme auftritt. Der beste Weg, um solche Komplikationen im Vorfeld zu vermeiden, ist unter anderem sicherzustellen, dass der Broker von einer namhaften Regulierungsbehörde überwacht wird, damit man sich in solchen Fällen an diese wenden kann.

7. Habe ich zeitlich unbegrenzten Zugriff auf ein Demo-Konto?

(Ein Demokonto ist bestens geeignet, um sich mit dem System eines Brokers vertraut zu machen)

Zudem kann ein Demokonto kann sehr hilfreich sein, um zu beobachten wie sich Preise und Spreads unter verschiedenen Marktbedingungen ändern und ihnen einen Eindruck vermitteln, wie gut die Orderausführung des Forex-Brokers ist. Natürlich ist dies nur der Fall, wenn sich die Demo-Plattform genauso Verhält wie die Live-Plattform.

Fragen Sie den Broker daher, ob und wenn in wie weit sich die Demo-Plattform von der Live-Plattform unterscheidet.

Um neue Trading-Strategien und Handelsansätze zu testen, sollten Sie zeitlich unbegrenzten Zugriff auf ein Demo-Konto haben.

8. Wie werden die Zinsen und Zahlungen berechnet?

(Fragen Sie nach den aktuellen Zinsen - inklusive den Zinsen auf ihr Kontoguthaben)

Beim Forex-Handel fallen beim Handel über Nacht oder über das Wochenende Zinsen an.Dies bedeutet, dass Sie Zinsen basierend auf der Größe der offenen Positionen, die Sie bis 5 p.m. EST nicht geschlossen haben je nach Positionsrichtungzahlen oder erhalten. Intraday-Händler versuchen daher meist, ihre Positionen vorher zu schliessen. Für Trader, deren Anlagehorizont über den Intradayhandelhinausgeht, sind die Zinsen ein nicht zu vernachlässigender Punkt bei der Wahl der Forex-Brokers.Fragen Sie den Forex-Broker daher vor der Kontoeröffnung, ob und wieviel Zinsen Sie für das Halten von Positionen über Nacht zahlen bzw. erhalten müssen.

9. Falls der Broker feste Spreads anbietet

(Feste Spreads sind wie eine Versicherung. Stellen Sie daher sicher, dass Sie sich auch lohnt)

Beim Forex-Handel ändern sich die Kurse und Spreads mit jedem Tick des Marktes. Bei einem Broker der feste Spreads anbietet, sind diese in der Regel höher als bei einem Broker mit variablen Spreads. Ist es das Wert ? Das hängt entscheidend von ihrem Tradingverhalten ab. Bei festen Spreads können Sie auch während News, Events oder anderen volatileren Marktsituationen handeln, bei denen der Spread eines varianblen Brokers sich höchstwahrscheinlich weitet.Aber ob der Fixed-Spread-Broker dies auch erlaubt, wenn Sie profite mit dieser Strategie machen oder Ausflüchte findet ist eine andere Sache. Lesen Sie daher immer das kleingedruckte und schauen Sie, ob es Ausnahmen oder Regelungen für Orders gibt, die während News oder anderen volatilen Marktphasen platziert werden. Falls dies der Fall ist, zahlen Sie die Versicherung des festen Spreads quasi umsonst. Ein weiterer Punkt ist die Orderausführung. Welche Regelungen hat der Broker für Requotes, Teilausführungen oder das ablehnen von Orders. Stellen Sie sicher, dass der Broker über die nötige Liquidität verfügt um ihre Orders korrekt auszuführen und Sie den beworbenen Spread auch bekommen.

10. Haben Sie uneingeschränkten Zugriff auf Informationen?

(Wenn sich der Broker wage zur Kursstellung oder Handelsinformationen äussert, hat er möglicherweise etwas zu verbergen)

Einige Forex-Broker oder Banken teilen Informationen ungern, die dem Trader helfen profitable Handelsentscheidungen zu treffen.Andere Broker teilen Informationen wie beispielsweise die aktuelle Verteilung der Long- und Short-Positionen ihrer Kunden mit allen Tradern. Dies sind Informationen, die ihnen unter Umständen helfen profitable Handelsentscheidungen zu treffen.

Fragen Sie den Broker daher, welche Informationen er ihnen zur Verfügung stellt.

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